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Kompetenzen in Kunststoffen und CAD/CAM Der neue Artega GT ist ein beeindruckender Hochleistungssportwagen. Im Rahmen dieses Projektes steuert die DECS GmbH ihr umfangreiches Kunststoff-Know-how insbesondere bei Bug- und Heckklappe sowie dem Dach bei. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zuge die CAD/CAM-Lösung VISI, die durch ihre einfache Bedienbarkeit, ständige Weiterentwicklung und guten Service überzeugt. Artega GT Mit dem GT hat die neue Sportwagenmarke Artega in der automobilen Welt für reichlich Wirbel gesorgt. Hinter Artega stand zu Beginn paragon, ein Automobilzulieferer für Cockpitsysteme, hinter dem Design des GT Henrik Fisker, der bereits für die schwungvollen Linien des BMW Z8 verantwortlich zeichnete. Für die herausragenden Fahrleistungen ist vor allem das gute Leistungsgewicht verantwortlich. Dies wird durch das konsequente Leichtbau-Konzept des Artega GT erreicht. Eine zentrale Rolle im Zuge der Gewichtseinsparung spielen beim GT der Aluminium Spaceframe und die Karosserie aus kohlefaserverstärktem Verbundwerkstoff. Einen wichtigen Beitrag steuerten an dieser Stelle die Kunststoff-Experten der DECS GmbH aus dem thüringischen Sömmerda bei: „Artega hatte Ende 2007 mit uns Kontakt aufgenommen, weil wir über Kompetenzen in der Entwicklung von Bauteilen aus Verbundwerkstoffen (Composites) für Automobile, insbesondere beim Exterieur, verfügen. Wir haben dann zunächst in einem Pilotprojekt mit einem Werkzeug fünf Teile erzeugt, die einen guten Eindruck bei Artega hinterlassen haben. In einem zweiten Schritt haben wir mit einem modifizierten Werkzeug Vorserienteile der Klappe für Tests hergestellt. Nach den erfolgreichen Vorserientests fertigten wir nun die komplexen Serienteile Fronthaube, Heckklappe und Dach mit Serienwerkzeugen. Mittlerweile sind wir Serienlieferant von Artega,“ berichtet Ulrich Krämer, Geschäftsführer der DECS GmbH. DECS ist mittlerweile Serienlieferant von Artega und fertigt das komplexe Dach des GT mit Serienwerkzeugen. Im Zuge des Artega-Projektes haben sich den Kunststoff-Experten neue Anforderungen gestellt, was ihnen die Chance geboten hat, innovativ tätig zu werden: So werden die Karosserieteile des Artega, nachdem sie aus dem Werkzeug entnommen wurden, im nächsten Arbeitsgang auf 5-Achsen simultan Fräsmaschinen von Huber + Grimme bearbeitet. Die Programmierung der Werkzeugwege erfolgt mit VISI auf Basis der CAD Daten. Diese werden mit den zahlreich vorhandenen Schnittstellen importiert und für die weitere Verwendung aufbereitet. Die Werkzeugwege, wie zum Beispiel für das 5-Achsen Besäumen, werden von den Anwendern mit VISI programmiert. Durch den Einsatz der 5-Achsen simultan Bearbeitung können komplexe Bauteile mit hoher Qualität erzeugt werden. Bevor die NC-Programme zum Einsatz kommen, wird die gesamte Bearbeitung am Computer simuliert. Bei der durchgeführten Kollisionsprüfung wird die gesamte Umgebung der Werkzeugmaschine berücksichtigt. Dadurch erhalten die Thüringer prozesssichere NC-Programme. Darstellung der gesamten Fräsaufnahme (rot) mit eingefügtem Dach-Bauteil (grün) fertig befräst. Auf Basis der CAD Daten der Karosserieteile werden mit VISI auch die nötigen Vorrichtungen und Fräsaufnahmen konstruiert und im Hause DECS gefertigt. Für die Konstruktion der Fräsaufnahmen ist die Hybridmodellierung von VISI das ideale Werkzeug, um schnell präzise CAD-Modelle der Aufnahmen zu erhalten. Für die Fertigung der Fräsaufnahmen kommt wieder die NC-Programmierung von VISI zum Einsatz. VISI wurde speziell auf die Bedürfnisse des Werkzeug- und Formenbaus hin entwickelt. Die Software umfasst Module für die Konstruktion, die NC-Programmierung sowie spezielle Anwendungen des Werkzeug- und Formenbaus. „Die VISI-Module lassen sich je nach Bedarf zusammenstellen und jederzeit durch weitere Elemente ausbauen. VISI bietet Schnittstellen zu allen wichtigen Datenformaten wie CATIA, UG, Pro E, STEP und SAT, die ebenfalls als einzelne Module erhältlich sind. Zu den Stärken des Systems zählt die extrem kurze Berechnungszeit der Werkzeugwege für das 5-Achsen Besäumen,“ erläutert Thomas Betz, Vertriebsbeauftragter von MECADAT und Betreuer von DECS. 5-Achs-Simulationskontrolle VISI ist seit 2005 bei den Kunststoff-Experten im Einsatz. Der Anschaffung der CAD/CAM-Lösung lag ein Auftrag zugrunde, bei dem die Thüringer 5-Achsen simultan fräsen mussten. Dabei handelte es sich um sehr komplizierte Teile mit hinterschnittigen Lagen, die nicht wassergestrahlt werden konnten. Es galt, den Beschnitt von die- sen Kunststoffteilen zu realisieren. Des Weiteren sollten bei DECS Fräsaufnahmen konstruiert, modifiziert und hergestellt werden. „Im Zuge des Anschaffungsprozesses haben wir uns intensiv auf dem Software-Markt umgesehen. Schließlich haben wir uns für VISI entschieden, denn diese Lösung hat uns nicht nur am meisten überzeugt, da alles drin ist, was wir brauchen, sondern auch, weil unser Formenbauer mit VISI damals bereits zwei Jahre erfolgreich arbeitete. VISI ist darüber hinaus ausreichend offen, um größere Aufgaben damit zu lösen. Beeindruckt hat uns ferner das Preis-/Leistungsverhältnis des Systems sowie die Tatsache, dass VISI einer enormen Weiterentwicklung unterliegt. Man weiß dadurch, diese Software gibt es auch noch in der Zukunft, was Planungssicherheit bedeutet,“ stellt Ulrich Krämer fest. Parallel zu VISI hat er im Übrigen zur Erfüllung des Auftrags auch in die beiden Fräsanlagen von Huber + Grimme, die im 5-Achs-Bereich mit Tandemtischen ausgerüstet sind, investiert. Heute nutzt DECS neben den CAD Modulen und den Schnittstellen IGES und Catia das 3-Achs-Fräsen und 5Achs-Fräsen. Zum Einsatz kommt die CAD/CAM-Software speziell im Bereich Fräsen für die Bearbeitung der Composite-Bauteile sowie für die Konstruktion und Herstellung der Aufnahmen. Die Thüringer führen mit VISI die komplette Fräsprogrammierung von Teilen für kleine- und mittlere Serien durch. Thomas Betz, Vertriebsbeauftragter von MECADAT: „Zu den Stärken von VISI zählt die extrem kurze Berechnungszeit der Werkzeugwege für das 5-Achsen Besäumen.“ Vor allem in der Fertigung von Polyurethan basierenden Composite-Bauteilen hat DECS besondere Kompetenzen aufgebaut, nicht zuletzt, weil sich dieser Kunststoff für kleinere und mittelgroße Serien durchgesetzt hat. Besonders im Automobil-Interieurbereich verfolgen die Thüringer dabei das Ziel, die Bauteile leichter zu machen. Diesen Anspruch haben sie erst kürzlich bei einem Auftrag für eine Türinnenverkleidung eines neuen Fahrzeugs eines Premium-Herstellers unterstrichen. Betrachtet man die Pläne der DECS GmbH, dürfte sich die Zahl der VISI Anwendungen noch erhöhen, denn die Anschaffung von VISI Flow, einem Modul für die rheologische Analyse von Kunststoffbauteilen, ist mittelfristig ebenfalls ins Auge gefasst. Im Gespräch sind die Thüringer mit MECADAT auch bezüglich der Erweiterung der Programmierung auf Knickarmroboter, was grundsätzlich mit VISI möglich ist. Bei dieser Überlegung spielen Maschinentechnologie und Wirtschaftlichkeit eine große Rolle. Ulrich Krämer, Geschäftsführer der DECS GmbH: „„Wir sind sehr zufrieden mit VISI – nicht zuletzt, weil wir und das System miteinander wachsen.“ VISI hat sich in Sömmerda auf jeden Fall absolut bewährt. Vor allem mit dem 5-Achs-Modul ist man sehr zufrieden, denn dort – in der ‚Königsklasse’ – sind die Kunststoff-Experten zuhause. Das Modul bietet alle Möglichkeiten. Auch Kollisionskontrollen oder die kinematische Simulation können durchgeführt werden. Bei DECS ist man immer wieder aufs Neue beeindruckt, wie im Zuge eines sehr schnellen Prozesses Kollisionen oder Fehler entdeckt werden. Einen großen Vorteil stellt in der Praxis außerdem dar, dass zwei enge Partner ebenfalls mit VISI arbeiten. Für einen Partner aus diesem ‚Netzwerk’ führt DECS zudem Programmierungen durch, wenn dieser einen Engpass hat, und fräst für ihn. Das läuft alles sehr komfortabel über VISI. Auch die Zusammenarbeit mit MECADAT im Allgemeinen sowie die schnelle Unterstützung auf Fragen im Besonderen wissen zu überzeugen. Der Service und Support werden von den Thüringern insgesamt sehr gut bewertet. Lob erhalten auch die Update-Seminare, die nicht nur sehr umfangreich sind, sondern auch immer interessante Übungsbeispiele beinhalten. Kein Wunder, dass das Fazit von Ulrich Krämer positiv ausfällt: „Wir sind sehr zufrieden mit VISI, nicht zuletzt, weil wir und das System miteinander wachsen. Wir sind eingestiegen bei Version 12, bis hin zur heutigen Version 16 war es ein gigantischer Schritt. VISI ist auch sehr bedienerfreundlich und leicht erlernbar, weil selbsterklärend. Ich hatte lediglich drei Tage Schulung, alles weitere habe ich mir selbst beigebracht.“ Darstellung der Aufnahme und des Bauteils im Schnitt, um wichtige Verbindungssysteme und Anlageflächen in der Übersicht zu haben. Kontaktdaten MECADAT Telefon: Fax: Email: Internet: 0 87 61/76 20-0 0 87 61/76 20-90 info@mecadat.de www.mecadat.de Die 1994 gegründete DECS – Design Engineering Center Sömmerda – GmbH beschäftigt heute 30 Mitarbeiter. Kasten 1 : DECS GmbH Die 1994 gegründete DECS GmbH hat ihren Sitz im thüringischen Sömmerda und beschäftigt heute 30 Mitarbeiter. Die Leistungspalette von DECS – Design Engineering Center Sömmerda – ist breit gefächert: Sie umfasst neben der Herstellung von Composite-Bauteilen auf Polyurethan-Basis auch Technologien wie Fräsen, Wasserstrahlschneiden, Sandstrahlen, Schäumen und Roboter-Schweißen. Zusammen mit Partnern bildet DECS das gesamte Spektrum des Entstehungsprozesses eines Teiles bis hin zur Serienreife – jedoch nur für Kleinserien – ab. Darüber hinaus wird auch die Entwicklung von größeren Serien durchgeführt, allerdings ohne Fertigung. Im Rahmen des Engineerings bieten die Thüringer an, die Gesamtleistung eines Projektes zu organisieren. Der nächste Schritt wird die Umsetzung des Designs des Kunden in Teile sein. Ein stetig an Bedeutung gewinnendes Thema ist die Basisentwicklung, welche die Entwicklung von Bauteilen aus neuen Grundstoffen umfasst. Derzeit stellt hierbei die Wabentechnologie einen Schwerpunkt dar. Neben der Automobilbranche ist DECS vor allem für Anbieter von Nutzfahrzeugen, Medizintechnik, Militär, Maschinenbau, Klimatechnik und Industriebedarf tätig. Neben Artega gehören zu den Referenzkunden Audi, BMW, Evobus, Fresenius, Lamborghini, MAN, Mercedes, Neoplan und Porsche. Kasten 2: MECADAT Die 1987 gegründete MECADAT CAD/CAM Computersysteme GmbH hat ihren Hauptsitz im oberbayerischen Langenbach sowie eine Niederlassung in Paderborn. Sie beschäftigt 21 Mitarbeiter. Durchgängige CAD/CAM Systemlösungen für den Werkzeug-, Formen- und Modellbau decken die unterschiedlichsten Anforderungen im Handwerk und der Industrie ab. Neben VISI, das eine Reihe leistungsfähiger CAD/CAM-Produkte für den Werkzeug- und Formenbau umfasst, bietet MECADAT Schulungen und eine Telefonhotline an. Der Vertrieb der Produkte und die Betreuung der Kunden erfolgt in Deutschland, Österreich, Schweiz und Polen über MECADAT direkt sowie ein Händlernetz.